Riester-Rente als Student?
Sind Sie Student und fragen sich nach der Dringlichkeit zusätzlicher Altersvorsorge schon während des Studiums? Studenten sollten in Zeiten eines bröckelnden Generationenvertrags an Ihre private Altersvorsorge denken. Doch lohnt sich das am Beispiel der Riester Rente für Studenten?Prinzipiell empfiehlt es sich, so früh wie möglich mit dem Ansparen einer Riester Rente zu beginnen. Je früher man damit anfängt, desto länger ist die Laufzeit des Riestervertrages. Junge Leute können unter den verschiedenen Riesterprodukten auch den Riesterfondssparplan wählen, der eher für risikobereitere Sparer geeignet ist. Durch eine lange Laufzeit ist es auch bei risikoreicheren Fondssparplänen immer möglich, eine gute Rendite zu erwirtschaften. Mit Riester-Fondssparplänen lässt sich die höchste Rendite im Vergleich zu anderen Riesterprodukten erreichen.
Bei einer Riester Rente ist ein Totalverlust ausgeschlossen, denn auch bei schwankenden Börsenkursen erhält der Sparer die eingezahlten Beträge und die staatlichen Förderungen in jedem Fall (Riester-Garantie). Vorteil der Riester Rente ist auch, dass zu Auszahlungsbeginn bis zu 30 % des Kapitals entnommen werden können.
Staatliche Förderung trotz Ausbildung?
Studenten sind dann förderberechtigt, wenn sie einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen und Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden.
Da Studenten jedoch häufig neben dem Studium einen Nebenjob ausüben, gehören sie aufgrund dessen dem Kreis der förderberechtigten Personen an. Studenten können in diesem Fall selbst einen Riestervertrag abschließen. Sind Studenten geringfügig beschäftigt (Minijob), müssen sie auf ihre Versicherungsfreiheit verzichten und den Betrag des Arbeitgebers an die Rentenversicherung freiwillig aufstocken, um eine Riester Rente ansparen zu können. Werden mehrere Minijobs parallel ausgeübt, betrifft die Entscheidung für den Verzicht auf Versicherungsfreiheit allerdings auch alle anderen Minijobs.
Der Beitrag des Arbeitgebers zur Rentenversicherung beträgt derzeit 15 % und kann auf 19,9 % aufgestockt werden. Verdient ein Student beispielsweise 200 € monatlich, müssen 9,80 € gezahlt werden, um aufzustocken.
Alternative Zuschüsse
Wenn Studenten nicht unmittelbar förderberechtigt sind, besteht jedoch die Möglichkeit einer mittelbaren Förderung. Denn hat der Ehepartner einen Riestervertrag abgeschlossen und geht dieser einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach oder ist dieser verbeamtet beziehungsweise gehört dem förderberechtigten Personenkreis an, da er beispielsweise Arbeitslosengeld empfängt oder Wehr- oder Zivildienst leistet, kann ein Student eine mittelbare Förderung in Anspruch nehmen.
Studenten müssen jährlich mindestens 60 € einzahlen, um die volle staatliche Förderzulage von 154 € zu erhalten. Für Kinder wird eine Prämie von 185 € gezahlt. Für ab 2008 geborene Kinder beträgt diese 300 €. Für Personen, die unter 25 Jahre alt sind und mit dem Riestern beginnen, gilt generell, dass sie einen Bonus von 200 € erhalten.
Ist ein Student unmittelbar oder mittelbar förderberechtigt, muss ein Mindestbetrag von 5 € eingezahlt werden, damit sich für ihn vollwertige Versicherungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung ergeben. Auf diesem Weg können Studenten den Umfang ihrer Versicherungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung schon frühzeitig erhöhen.