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Riester - Banksparplan

Sobald der Begriff Riester fällt, denken viele sofort an den Klassiker der Riester-Anlagemöglichkeiten - die Riester-Rente. Dabei existieren noch andere Anlageformen, wie beispielsweise der Riester-Banksparplan.

Für wen eignet sich ein Riester-Banksparplan

Der Riester-Banksparplan ist eine Sparanlage für sicherheitsorientierte oder ältere Sparer, die ihre eingezahlten Beiträge im vollen Umfang festverzinst und sicher angelegt wissen möchten. Da die Auszahlung erst frühestens ab dem 60. Lebensjahr möglich ist, ist ein Anlagehorizont von bis zu zehn Jahren ideal. Sobald das angesparte Kapital auszahlungsfähig ist, steht es dem Sparer in Form einer monatlichen Rente zur Verfügung.
Für diejenigen, die bereits zum Auszahlungsbeginn über eine größere Summe des angesparten Kapitals verfügen möchten, besteht die Möglichkeit, sich 30 % der Kapitalsumme auf einmal auszahlen zu lassen. In diesem Fall muss die Auszahlungssumme jedoch steuerlich veranschlagt werden. Sollten Sparer vor Ablauf der Laufzeit ihren Riester-Banksparplan aufheben wollen, so ist dies ebenfalls ohne Weiteres möglich. Es gilt hierbei nur zu beachten, dass bei einer vorzeitigen Kündigung neben potentiell anfallenden Ausstiegsgebühren auch die staatlichen Zulagen im vollen Umfang zurückgezahlt werden müssen.

Vor- und Nachteile eines Riester-Banksparplans

Der große Vorteil eines Riester-Banksparplans liegt in der Sicherheit der Anlageform. Aufgrund der sehr geringen Kosten und der regelmäßigen Verzinsung von bis zu 4 % profitiert der Sparer vom konstanten Wertzuwachs seiner Geldanlage. Alle eingezahlten Beiträge wandern somit von Anfang an im vollen Umfang in den Sparanteil. Der Riester-Banksparplan stellt somit eine nahezu risikolose Sparanlage mit garantiertem Wertzuwachs dar.
Darüber hinaus können Sparer von staatlichen Zulagen beziehungsweise steuerlichen Vergünstigungen profitieren. Dies verschafft Sparern von Riester-Banksparplänen noch zusätzliche Kapitalerträge.

Doch diese Sicherheit der Sparanlage schlägt sich in Form einer relativ geringen Rendite nieder. So liegt die in aller Regel zu erwartende Rendite bei durchschnittlich 3 % bis 5 %. Für Sparpläne mit längeren Laufzeiten bieten sich andere, renditestärkere Anlageformen an.
Des Weiteren bietet nicht jedes Geldinstitut Riester-Banksparpläne an. Der Grund hierfür liegt in der Unrentabilität: Im Gegensatz zu anderen Anlageformen fallen für Riester-Banksparpläne keine Abschlusskosten beziehungsweise Provisionen an. In vereinzelten Fällen werden lediglich Verwaltungsgebühren erhoben, die jedoch meist sehr gering sind. Neben einigen Banken sind es meist Sparkassen, die Riester-Banksparpläne anbieten.

Verzinsung

Hinsichtlich der Verzinsung gibt es Unterschiede zwischen Banken und Sparkassen. Während die Verzinsung bei Banken in der Regel an die Umlaufrendite gekoppelt ist, orientieren sich Sparkassen eher an den Referenzzinsen. Für Sparer besteht im Fall der Referenzzinsen eine geringere Transparenz, da sich die Zinsanpassung aufgrund ihrer Variabilität schlechter überprüfen lässt als Verzinsungen, die an Umlaufrendite gekoppelt sind.
Für Spareranlagen mit längeren Laufzeiten bieten einige Sparkassen auch Auszahlungen von Schlussboni an, womit ein zusätzlicher Anreiz zum Abschließen eines Riester-Sparplans geschaffen werden soll.

Fazit

Trotz allem sind Riester-Banksparpläne für all diejenigen interessant, die bei einem relativ kurzen Anlagehorizont in eine sehr sichere Sparanlage investieren wollen.


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