Berufsunfähigkeitsversicherung - Berufsunfähigkeit absichern!
Jeder Mensch sollte so früh wie möglich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, um sein wichtigstes Kapital, seine Arbeitskraft, für den Notfall abzusichern. Denn im Ernstfall fallen plötzlich die gesamten Einkünfte weg und der Betroffene ist in einer Notsituation. Zumal der gesetzliche Basisschutz mitunter große Lücken aufweist, sollte er durch eine private Versicherung ergänzt werden.Aktuelles (Oktober 2010)
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Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Menschen, die auf ihre Arbeitskraft angewiesen sind über keinerlei andere Einkünfte verfügen, sollten eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Neben Angestellten betrifft der Ausfall der eigenen Fähigkeiten besondere Personengruppen.
Studenten sind während ihrer Freizeit oder bei dem Besuch universitär gebundener Veranstaltungen nur sehr unzureichend geschützt. Da sie erst fünf Jahre nach dem Beginn ihrer ersten Berufstätigkeit vollständig durch die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert sind, sollten Studenten ihre Arbeitskraft versichern lassen.
Auch für Hausfrauen und Hausmänner ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung durchaus sinnvoll. Denn neben dem Verdienst sind auch der Umfang und die Art der geleisteten Arbeit sehr wichtig. Wenn die Hausfrau für unbestimmte Zeit nicht in der Lage ist, sich um die Wohnung und die Kinderbetreuung adäquat zu kümmern, muss eine Ersatzkraft eingestellt werden, die zusätzliche Kosten verursacht.
Beamte sollten ebenfalls für die Anfangszeit in ihrem Beruf mithilfe einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorsorgen. Eine spezielle „Beamtenklausel“ stellt sicher, dass das Risiko der Dienstunfähigkeit fünf Jahre privat überbrückt wird, bevor Anspruch vom Dienstherren besteht.
Selbstständige sind grundsätzlich nicht gesetzlich rentenversichert und müssen daher privat vorsorgen.
Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Sie ist eine Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung. Diese wurde für alle nach 1961 Geborenen durch eine Erwerbsminderungsrente ersetzt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist befristet und wird nach der Anzahl der Stunden berechnet, die ein Arbeitnehmer in der Lage ist, zu arbeiten. Ist der Berufsunfähige in der Lage einen halben Tag zu arbeiten, nicht notgedrungen in einem artverwandten Berufsfeld, erhält er nur noch die Hälfte der Erwerbsminderungsrente. Wenn der Versicherte zudem weniger als fünf Jahre sozialversichert war, besteht keinerlei Anspruch auf eine staatliche Rente.
Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung legt der Arbeitnehmer bei Vertragsabschluss die monatlich auszuzahlende Rente fest. Diese sollte mindestens 75 Prozent seines derzeitigen Nettoeinkommens betragen. So wird gewährleistet, dass der Versicherte auch nach dem Ausstieg aus dem alten Beruf den gewohnten Lebensstandard beibehalten kann.
Was leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung kommt dann zum Einsatz, wenn der Versicherte seinen Beruf für mindestens sechs Monate zu 50 Prozent nicht mehr ausüben kann. In diesem Fall zahlt die Versicherung die vereinbarte monatliche Rente. Einige Versicherungen bieten zusätzlich eine Staffelregelung an, die bereits bei geringer Invalidität einen Teil der Rente ausbezahlt. Allerdings werden die gesamten Ausgleichszahlungen erst bei einer 75-prozentigen Berufsunfähigkeit wirksam. Diese Versicherungsform eignet sich daher besonders für langsam fortschreitende Erkrankungen.